Aktienorientierte Altersvorsorge

13.06.2018

Der demographische Wandel stellt das staatliche Umlageverfahren in Deutschland vor immer größere Herausforderungen. Die Folge ist, dass die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung nur dann gewährleistet ist, wenn das Renteneintrittsalter deutlich auf über 70 Jahre erhöht wird, die Beiträge steigen, das Rentenniveau abgesenkt wird und/oder der Fehlbetrag über zusätzliche Zuschüsse aus Steuermitteln kompensiert wird.

Um dieses Finanzierungsproblem abzumildern, wird die gesetzliche Rentenversicherung schon heute mehr und mehr durch Bundeszuschüsse gestützt, d.h. es werden Steuergelder dazu verwendet, um die gesetzlichen Rentenversprechen zu halten.

Aktienanlage

Um die Lücke in der gesetzlichen Rentenversicherung zu schließen, müssen die Erwerbstätigen mehr Geld für die zusätzliche Altersvorsorge zurücklegen. Die Aktienanlage per Investment- oder Indexfonds (ETF) ist hier alternativlos, da keine andere Anlageklasse in der Lage ist, mit gleicher Sicherheit eine entsprechend attraktive Rendite zu erzielen.

Nur warum gelten Aktien in der Öffentlichkeit, Politik und unter vielen Anlegern immer noch als „spekulative“ Wertpapiere, von denen man lieber die Finger lassen sollte?

Wer am Aktienmarkt auf kurzfristige Spekulationsgewinne setzt, geht hohe Risiken ein. Das Gegenteil hiervon ist die Langfristanlage, die für die Altersvorsorge ausschließlich relevant ist. So zeigt sich, dass über längere Anlagehorizonte, d.h. idealerweise das Ansparen von 20, 30 oder 40 Jahren hinweg, ausschließlich positive Erträge erwirtschaftet werden. Der Befund, dass bei der Aktienanlage das Risiko von Verlusten mit der Dauer des Anlagezeitraums stark abnimmt, wird wissenschaftlich eindeutig bestätigt.

Kapitalgarantien

Diese empirische Erkenntnis ist von fundamentaler Bedeutung für die rentenpolitische Frage, ob es sinnvoll und notwendig ist, bei Altersvorsorgeprodukten mindestens die eingezahlten Beiträge zu garantieren.

Der Befund zum deutschen Aktienmarkt lässt sich auf den weltweiten Maßstab übertragen. Auch die tatsächliche historische Wertentwicklung von Sparplänen mit monatlichen Einzahlungen in marktübliche Investmentfonds bestätigt dieses Bild.

Bei einer Lebenserwartung von 20 und mehr Jahren nach Renteneintritt ist das oft befürchtete Szenario, „mitten in einem Crash“ plötzlich das gesamte Portfolio zu ungünstigen Konditionen verkaufen zu müssen, nicht realistisch.

Dass Kapitalgarantien dem Anleger zwar Sicherheit versprechen, diese Sicherheitsversprechen aber mit Kosten verbunden sind, ist in unterschiedlichen Studien nachgewiesen worden. Je höher die garantierte Auszahlung, desto geringer die Rendite.

Fazit

Wer sich seinen Lebensstandard im Alter sichern möchte, sollte Aktieninvestments in seine Vorsorgestrategie unbedingt mit einbeziehen und ggf. auf Kapitalgarantien verzichten.

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